Einburgerungstest
17. Oktober 2026
Wer die deutsche Staatsangehörigkeit anstrebt, stößt früh auf den Begriff Einburgerungtest. Die Prüfung ist oft kleiner, als viele erwarten, aber sie hat ihre Tücken. Hier steht, was drinsteckt, wie bewertet wird und wie Sie den Stoff sinnvoll angehen.
Vorab ein Hinweis zur Schreibweise: Im Alltag sagen viele „Einburgerungtest“, offiziell heißt die Prüfung „Einbürgerungstest“. Gemeint ist immer dasselbe.
Der Test in Zahlen
Die Prüfung besteht aus 33 Multiple-Choice-Fragen mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten. 30 davon sind allgemeine Fragen zu Demokratie, Geschichte und Gesellschaft. Die restlichen drei beziehen sich auf Ihr Bundesland. Sie haben 60 Minuten Zeit, und 17 richtige Antworten reichen zum Bestehen. Ein Versuch kostet 25 Euro.
Auf den ersten Blick klingt das überschaubar. Der Haken: Welche 33 Fragen Sie bekommen, wissen Sie vorher nicht.
Warum der Katalog größer ist als die Prüfung
Der Fragenkatalog enthält deutlich mehr Fragen, als Sie am Prüfungstag sehen. Er umfasst allgemeine Fragen für ganz Deutschland und einen eigenen Fragensatz für jedes Bundesland. Am Prüfungstag wird daraus eine Auswahl getroffen.
Deshalb lohnt es sich, den gesamten allgemeinen Teil durchzuarbeiten und den Fragensatz Ihres Bundeslandes gründlich zu lernen. Übungsmaterial finden Sie in unserem Fragenkatalog. Für den Bundeslandteil gibt es Seiten zum Einburgerungtest Bayern und zum Einburgerungtest Berlin.
Wie Sie lernen sollten
Vier bis acht Wochen sind für die meisten Menschen ein realistischer Zeitraum. Wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit: Lieber täglich 20 Minuten als einmal pro Woche einen ganzen Nachmittag.
Fangen Sie mit den Grundlagen an: Grundgesetz, Aufbau des Staates, Bundestag und Bundesrat. Danach kommt die Geschichte, vor allem die Zeit von 1918 bis 1990. Viele Fragen drehen sich um Begriffe, die im Deutschen eine feste Bedeutung haben. Legen Sie sich deshalb eine kleine Wortliste an und notieren Sie, was jedes Wort genau bedeutet.
Machen Sie außerdem früh Probetests unter Zeitdruck. Die 60 Minuten wirken großzügig, bis man merkt, wie viel Lesezeit eine Frage mit vier Antwortoptionen braucht. Unsere Übungsseite und der Prüfungssimulator eignen sich dafür gut.
Und wenn Sie eine Frage falsch beantworten, lesen Sie die Erklärung. Nur so merken Sie, warum die richtige Antwort stimmt und warum Ihre Wahl daneben lag.
Häufige Fragen
Wie viele Fragen gibt es? 33 insgesamt: 30 allgemeine und 3 zum Bundesland.
Wie viele richtige Antworten brauche ich? Mindestens 17.
Kann ich den Test auf Türkisch oder Englisch machen? Nein. Die Prüfung findet auf Deutsch statt. Lernen dürfen Sie den Stoff aber in jeder Sprache, die Ihnen hilft.
Was passiert bei einem Misserfolg? Sie dürfen es erneut versuchen. Jeder Versuch kostet 25 Euro.
Ersetzt der Einburgerungtest einen Deutschtest? Nein. Der Test prüft Ihr Wissen über Recht und Gesellschaft. Für die Einbürgerung wird außerdem ein Nachweis über Deutschkenntnisse auf B1-Niveau verlangt. Das sind zwei getrennte Anforderungen.
Zum Schluss
Der Einburgerungtest ist eine klar umrissene Prüfung. Wer das Format kennt, den Katalog ernst nimmt und unter echten Zeitbedingungen übt, hat gute Chancen. Viel Erfolg bei der Vorbereitung.
Quelle: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (bamf.de)
Bereit für den Test?