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Die Bundestagswahl: Wie Deutschland seinen Bundestag wählt

6. August 2026

Einleitung

Die Bundestagswahl ist die wichtigste Wahl in Deutschland, denn mit ihr bestimmen die Bürgerinnen und Bürger die Zusammensetzung des Deutschen Bundestags, aus dem die Bundesregierung hervorgeht. Wer sich auf den Einbürgerungstest vorbereitet, sollte die Grundprinzipien dieses Wahlsystems kennen, denn es gehört zu den zentralen Themen im Bereich Politik und Staat.

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, die am Wahltag mindestens 18 Jahre alt sind. Die Bundestagswahl findet regulär alle vier Jahre statt, da der Bundestag eine Legislaturperiode von vier Jahren hat. Das Wahlrecht ist im Grundgesetz verankert und folgt fünf Grundsätzen: Es ist allgemein, unmittelbar, frei, gleich und geheim.

Erststimme und Zweitstimme

Bei der Bundestagswahl hat jede wahlberechtigte Person zwei Stimmen:

  • Mit der Erststimme wählt man einen Direktkandidaten oder eine Direktkandidatin im eigenen Wahlkreis. Gewählt ist, wer die meisten Stimmen erhält (relative Mehrheit).
  • Mit der Zweitstimme wählt man eine Partei. Die Zweitstimme entscheidet über die Sitzverteilung im Bundestag und ist daher besonders wichtig für das Kräfteverhältnis der Parteien.

Dieses System wird als personalisierte Verhältniswahl bezeichnet, weil es Elemente der Mehrheitswahl (Erststimme) mit denen der Verhältniswahl (Zweitstimme) verbindet.

Die Fünf-Prozent-Hürde

Eine Partei zieht nur dann mit ihrer Zweitstimmen-Stärke in den Bundestag ein, wenn sie mindestens fünf Prozent der bundesweiten Zweitstimmen erhält oder mindestens drei Direktmandate über die Erststimme gewinnt. Diese Regelung soll eine Zersplitterung des Parlaments in viele Kleinstparteien verhindern und die Regierungsbildung stabiler machen.

Vom Wahlergebnis zur Regierung

Nach der Wahl bilden die Parteien, die in den Bundestag eingezogen sind, meist eine Koalition, da selten eine einzelne Partei die absolute Mehrheit der Sitze erreicht. Der Bundestag wählt anschließend den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin, der oder die die Regierung leitet. Die im Bundestag vertretenen Parteien, die nicht Teil der Regierung sind, bilden die Opposition und kontrollieren die Arbeit der Regierung.

Warum ist das für den Einbürgerungstest wichtig?

Das Verständnis des Wahlsystems zeigt ein zentrales Prinzip der deutschen Demokratie: die Volkssouveränität. Die Bürgerinnen und Bürger bestimmen durch freie Wahlen, wer sie im Parlament vertritt und wer die Regierung stellt. Dieses Prinzip der Gewaltenteilung und demokratischen Legitimation ist ein wiederkehrendes Thema im offiziellen Fragenkatalog.

Beispielfragen zur Bundestagswahl

1. Wie oft wird der Deutsche Bundestag gewählt? a) Alle zwei Jahre b) Alle vier Jahre c) Alle fünf Jahre d) Alle sechs Jahre Antwort: b) Alle vier Jahre

2. Wie viele Stimmen hat man bei der Bundestagswahl? a) Eine b) Zwei c) Drei d) Vier Antwort: b) Zwei (Erststimme und Zweitstimme)

3. Wofür entscheidet die Zweitstimme bei der Bundestagswahl? a) Für den Bundespräsidenten b) Für die Sitzverteilung der Parteien im Bundestag c) Für den Bürgermeister d) Für den Ministerpräsidenten Antwort: b) Für die Sitzverteilung der Parteien im Bundestag

4. Wie hoch ist die Sperrklausel (Prozenthürde) bei der Bundestagswahl in der Regel? a) 3 Prozent b) 5 Prozent c) 8 Prozent d) 10 Prozent Antwort: b) 5 Prozent

5. Wer wird vom Bundestag nach der Wahl gewählt, um die Regierung zu leiten? a) Der Bundespräsident b) Der Bundeskanzler/die Bundeskanzlerin c) Der Bundesratspräsident d) Der Innenminister Antwort: b) Der Bundeskanzler/die Bundeskanzlerin